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Offener Brief an die Zeitschrift Elite

Sehr geehrter Herr Dr. Schulte Pals, sehr geehrter Herr Schwerdtfeger,

unter Bezug auf den Artikel „Plötzlich viele Limax-Fälle“ auf der Seite 60f. in der Zeitschrift Elite (Ausgabe Juli/August 2026, unterschrieben mit R. Thiemann) möchten wir, der Bundesverband der Klauenpflegenden e.V., in der Form eines Offenen Briefes Stellung nehmen.

Es freut uns immer wieder sehr, wenn Sie, als eines der viel gelesenen Fachmagazine für Milcherzeuger, das Thema Klauenpflege aufgreifen und die Leserschaft mit Wissen versorgen.

In dem Artikel werden auf der Basis der Erfahrungen eines österreichischen Kollegen Beobachtungen und Wahrnehmungen bei der Klauenpflege in Milchviehherden beschrieben, die in der Summe durchaus zutreffen. Insbesondere die Beschreibung der klauenpflegerischen Versorgung des Limax wird von uns sehr positiv bewertet und allen Kolleg*innen zur Nachahmung empfohlen.

Allerdings gibt uns der vorgenannte Artikel auch Anlass, uns mit der Bitte an Sie zu wenden, Bilder wie das Halbseitige auf der Seite 61, in Zukunft nicht mehr zu verwenden.

Warum stellt dieses Bild ein besonders schwerwiegendes Negativbeispiel im Vergleich zu den im Artikel ausgesprochenen Empfehlungen dar?
Durch die Bildunterschrift wird der Eindruck erweckt, auf dem Bild werde das Ergebnis einer ordentlichen Klauenpflege gezeigt, und was jetzt noch fehle, sei ein wie im Artikel beschriebener Verband. Dieser Eindruck ist falsch.

Das Bild zeigt eine Klauenpflege, die unsachgemäß, dysfunktional und in der Folge Schmerzen verursachend für das Tier ist.
Die Hohlkehlung ist falsch ausgeführt (zu weit nach vorne Richtung Klauenspitze ausgeprägt), so dass die einzelnen Klauen keine Seitenstabilität mehr aufweisen und somit beim Auffußen auseinandergespreizt werden. Dies begünstigt – wie im Artikel auch richtig beschrieben – die Entstehung eines Limax.
Außerdem ist die Auftrittsfläche nicht eben geschnitten, sondern weist viele Unebenheiten und Einkerbungen auf, vermutlich durch Bearbeitung mit einem Klauenmesser. Diese Unebenheiten erzeugen wiederum Druckstellen auf der direkt unter der Hornschicht liegenden Klauenlederhaut, welche dadurch geschädigt werden kann.

Somit handelt es sich um einen evidenten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Laut §1 Satz 2 darf „Niemand […] einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“

Es gibt keinen Grund, eine Klaue in dieser Art und Weise zu verstümmeln. Die Schmerzen wären durch eine fachgerechte funktionelle Klauenpflege zu vermeiden gewesen. Ursache für eine solche Arbeit ist Unkenntnis der Klauenpflege, Unfähigkeit in der Umsetzung und/oder Verwendung ungeeigneten Werkzeuges.
Das Foto passt nicht zu den im zugehörigen Artikel ausgesprochenen Empfehlungen und es bedarf deshalb dringend einer Klarstellung, um die Nachahmung dieser Art der Klauenbearbeitung zu verhindern, die ansonsten durch Betrachter des Fotos zu passieren droht.

Es würde uns freuen, von Ihnen in dieser Angelegenheit zu hören – und wir verbleiben mit besten Wünschen für eine der Tiergesundheit dienenden Klauenpflege.


Dr. Jörg Willig
Erster Vorsitzender des BVdK Bundesverband der Klauenpflegenden e.V.

Berlin, der 17.07.2026

Ehrung des Lehrgangsbesten am 02. Juni 2026 am LBZ Echem

Im Rahmen der Verkündung der Ergebnisse der Prüfung zur/m Geprüften Klauenpfleger/in wurde dem Prüfungsbesten durch den BVdK eine Ehrenurkunde überreicht
 

Am Dienstag, den 02. Juni 2026 wurde am LBZ Echem die praktische Prüfung im Rahmen der Prüfung zur/m Geprüften Klauenpfleger/in durchgeführt. Am Vortag fand das sog. Warmschneiden statt.

13 Teilnehmer/innen des Vorbereitungskurses nahmen an der praktischen Prüfung teil. Die schriftlichen Prüfungen fanden bereits im Vorfeld statt. Im Ergebnis bestanden von den 13 Teilnehmer/innen 11 die praktische Prüfung und erhielten infolgedessen ein Zeugnis und eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der Prüfung - herzlichen Glückwunsch!

Erstmalig hat der Bundesverband der Klauenpflegenden e.V. (BVdK) dem Prüfungsbesten eine Urkunde zur Ehrung verliehen. 
Nicolas Pröper erreichte die beste Gesamtnote der Prüfung und bekam die Ehrenurkunde von Dr. Jörg Willig, Vorsitzender des Vorstands des BVdK, und Jens Radek, Vorsitzender der niedersächsischen Prüfungskommission, in Anwesenheit von u.a. Uwe Guttmann, Vorstand des BVdK und Vorsitzender der sächsischen Prüfungskommission, und Thomas Schmeusser, Mitglied der bayrischen Prüfungskommission, übergeben.

Im Anschluss fand der Prüfungstag durch das Grillen bei bestem Wetter einen schönen Abschluss.

Die Teilnehmer/innen und Prüfer/innen vor der Ergebnisverkündung

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